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Kathrin Marseille, Marc Radach, Bastian Neubert, Arne Thelen, Miriam Busch, Thomas Meier, Stefan Horn, Saskia Fohlmeister, Birte Friedhoff, Verena Wachten, Katharina Földi, Estelle Posse, Stephanie Rückels, Janina Glasner, Eva Bergmeister, Petra Filipzik, Svenia Schmitz, Katharina Koropp, Alexandra Kautz, Nursel Aybey, Lukas Trzesioch, Claudia Braches, Hans-Jörg Rösner (von links)
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Nach den jahrelangen Bemühungen unseres Meisters haben wir es endlich geschafft, alle unsere Texte nach seinen Ansprüchen zu gliedern. Dieses mal benutzen wir jedoch nicht unbedingt das Präsens - wenn wir ehrlich sind, hat das sowieso niemand in einer Klausur jemals wirklich durchgehend fertiggebracht - da alles nun für uns alle (leider oder glücklicherweise - alles eine Frage der PERSPEKTIVE) in der Vergangenheit liegt...
Hier also der Text über unseren Kunst-LK nach altbekannte Schema:
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Komposition
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Format: Unser Meister hat es schließlich mit ausdauernder Arbeit fertiggebracht, uns endlich vom "Malen nach Zahlen" abzubringen und uns durch die Eröffnung der Wege der traditionellen Kunst zu einem Kurs mit Format zu formen.
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Bildgerüst: Alles gut im Bildgerüst zu verankern war das kleinste Problem, die große Arbeit fing danach erst an. Getreu dem Motto: "Wer nicht schummert, verdummert - doch wer wischt ist schneller fertig" trennte sich die Spreu vom Weizen, d.h., die Einser- von den Zweierkandidaten. Die Skala ging natürlich auch gelegentlich weiter nach unten, aber in der Regel galt der feste Grundsatz, dass einigermassen harte Arbeit sich auszahlen würde.
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Schwerpunkt: Der wichtigste Punkt ist es, eine geeignete Arbeitseinstellung zu finden. Die Skala reichte von "Ohne Fleiß kein Reis" über "Auch mit wenig Fleiß gibt es noch Reis" (=einmalige Nachtarbeit) bis zu dem Motto "If it works - use it!" oder "Ob ich wohl im Mülleimer noch eine geeignete Matrix finde?!"
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Zeichenarrangement: Es bestand eine dynamische Dreierbeziehung zwischen Lehrkörper (Gastgeber), mehr oder weniger ausgeschlafenen Schülerkörpern (Diener) und gelegentlich einigen, noch nicht ausgewachsenen, auffällig oder straffällig gewordenen armen kleinen Würmchen, die durch ein frühzeitiges Erscheinen zur 0. Stunde resozialisiert werden sollten.
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Raum (Perspektive): Abgesehen von der allgemeinen Lustperspektive der Schüler ("Die da vorne ham' noch Lust, die hinten keinen Bock mehr") und der des Lehrers ("Es geht hier nicht um Lust, wir sind hier doch nicht im Eros-Center!") stellte sich doch immer wieder die eine Frage im traditionellen Kunstraum: Der vielerwähnte und zu anschaulichen Erklärungen genutzte Schulzepark - ein Park mit Perspektive?
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Struktur: Die Struktur war sehr vielseitig und meisterlich durchlässig. So schaffte es auch die matrixverwertende Person mit ihrer speziellen Auffassung von Kunst immer wieder erfolgreich, "die Schlauen zu besiegen".
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(Lehr-)körper: Dieser zeichnete sich durch außerordentliche Stabilität aus, die er durch Anbindung an das Bildgerüst mit Hilfe sinnvoller Tai-Chi-Techniken erlangte, die ihm die nötige Ruhe und Gelassenheit gaben, die bei uns erforderlich war. Plastizität erlangte er durch zahlreiche sinnvolle Ratschläge, um die "Plumpuddings" (=von uns mit Mühe zu Papier gebrachte Felsen) und die "in den Krieg ziehenden Horden von Regenwürmern" (=zeichnerische Bemühungen, eine naturgetreue Wiese darzustellen) für immer aus unseren Kunstwerken zu verbannen. Auch die ausführlichen Bildbesprechungen waren abgesehen davon, das ein Bild in den seinen Augen niemals als "fertig...?" bezeichnet werden durfte, immer sehr aufbauend ("...mal sehen, ob man das noch retten kann...nicht alles wie Wachsmalstifte...keine Struktur, kein Fluss; sieht aus wie Topflappen oder der gehäkelte Pulli von der Omi...was sind denn das für Luftschlangen...? - das müssen wir jetzt mal alles wegradieren....!")
Finanzielle Stabilität erlangte er durch das Eintreiben von "Zeichenkartonsteuern" in Form von Zehnpfennigstücken, von deren Zinsen er uns doch tatsächlich am Ende unserer gemeinsamen Zeit zum Eisessen einlud, um sich mit uns zu amüsieren. An dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank dafür und auch für die hilfreichen Internetadressen.
( "www.arschloch.de")
und für die vielsagenden Erfahrungsberichte ("Also, ich finde das unglaublich. Man kommt heute schon mit fünfmal Klicken auf die Pornoseiten. Nur fünfmal!!")
Für alles andere möchten wir uns an dieser Stelle auch recht herzlich bedanken.
Zwar waren zeitweise sowohl der Unterricht als auch die zu Hause anzufertigenden Arbeiten eine Geduldsprobe, doch schließlich haben wir alle mit Stolz unsere über die Jahre hinweg immer dicker gewordenen Mappen mit nach Hause genommen.
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