Hintergrundmusik

Hausboot

Abschlussfahrt Frankreich 1999

Man schrieb Samstag, den 4. September 1999, ca. 6:30 Uhr. Auf dem Schulhof des Gymnasiums fanden sich nach und nach 20 verschlafene, aber trotzdem von Vorfreude gezeichnete Personen ein.
Büchelboot: Sebastian Nowak, Stefan Horn, Tim Berg, Rolf Theunissen, Sebastian Röller, Arne Thelen, Karsten Löffler, Otto Büchel (v. links)
Büchelboot: Sebastian Nowak, Stefan Horn, Tim Berg, Rolf Theunissen, Sebastian Röller, Arne Thelen, Karsten Löffler, Otto Büchel (v. links)
Neben den üblichen Sachen, die auf einer Hausboottour benötigt werden, lud man noch Massen von Miracoli, sowie palettenweise Dosenbier (es macht nicht schlau, nur betrunken, glaubt uns!) und Kartoffelchips in den Bus, der aus allen Nähten platzte, und das, obwohl die drei Lehrkörper die Litermenge an Wicküler Pils schon drastisch runtergesetzt hatten.
Auf unerklärliche Weise jedoch gelangte doch der größte Teil des Gerstensaftes in den Bus (mittels Seesäcken, Taschen, Kühlboxen und Rucksäcken). So ging die Fahrt frohen Mutes los und so gegen 7:30 Uhr wurde der neue Tag mit einer guten Dose "Wicküler" begrüßt.
Die Abende, an denen sich zumeist die Besatzung aller Boote auf einem wiederfand, zumeist auf dem Büchelboot (kein Problem, wir haben gerne jeden Morgen Generalreinigung gemacht, Leute), waren immer gut für ausgelassene feucht-fröhliche Stimmung (Für manche Leute geradezu nass).
Tagsüber erholte sich das Mädchenboot von den nächtlichen Strapazen auf dem Sonnendeck, das Büchelboot setzte zur erneuten Kater- und Dreckbekämpfung an und das Krämerboot widmete sich ausschließlich hausfraulichen Aktivitäten: kochen, spülen, Menüplanung!
Anja Neukirch, Janine Strunk, Katharina Koropp, Estelle Posse (v. links)
Anja Neukirch, Janine Strunk, Katharina Koropp, Estelle Posse (v. links)
Musik, Sonne und Spaghetti hielten alle bei Laune, bis der Ghettoblaster des Büchelbootes unfreiwillig den Weg in den Kanal fand. Er wurde jedoch umgehend durch ein - kurzerhand zum Spottpreis von 450 Francs (150 DM) - neues französisches Modell ersetzt. Es brauchte auch nur 8 dicke Batterien und die haben auch starke 45 Minuten gehalten.
Das aufwendige Spülen ersparte man sich, indem man einzelne Teile einfach über Bord warf.
Nebenbei nahmen die Boote gewissen Schaden, spätestens als Herr Clausdeinken die "Lion" auf Grund setzte. Der Rettungsversuch des kleinen Hotte scheiterte kläglich; hätten ihm die Schüler nicht geholfen, wäre er von der leichten Strömung mitgerissen worden. Allerdings verlor er dabei seine Brille. Mit dem Notmodell sorgte er am Abend für allgemeine Belustigung.
Der letzte Abend wurde besonders von den Lehrern ausgiebig gefeiert: Sie waren voll wie die Eimer!! Grund dafür war ein am Nachmittag plötzlich spurlos verschwundenes fünf Liter-Fässchen, das ein gewisser Rolf T. zum Kühlen in den Kanal gehängt hatte. Eben dieses tauchte unter mysterioesen Umständen abends zufällig auf dem Schlafboot der Lehrer auf und wurde dann auch aus reiner Vorsicht von denselbigen getötet, damit es keinen Schaden mehr anrichten konnte.
Die Folge waren unkontrollierbare Stimmungsausbrüche, die eine gewisse Person zum Nacktbaden animierten. Ne, Otto?!

Anja Neukirch, Karsten Löffler
Anja Neukirch, Karsten Löffler
Trotz allem bedanken wir uns bei allen Lehrern für ihr Verständnis (Herr BüchelBüchel: "Warum seid Ihr heute morgen so muffig?") und die Nachsicht bei kleineren Ausrutschern...

Des weiteren danken alle Teilnehmer den großzügigen Sponsoren:
Wicküler Pils, Kronenbourg, Heineken, Carlsberg, Leffes Export, Miracoli, Maggi, ALDI, Trinkgut, den französischen Bäckereien und Supermärkten und allen anderen hier nicht genannten Nahrungs- und Genussmittelherstellern.

Die Gegendarstellung
Seelsorge Seelsorge

"Ich glaup, ich hab es geschafft!!
Otto Büchel schläft
Otto Büchel schläft
Lezte Woche wahr ich mit dem Otto unt dem Dieter und noch ein paar Leuten aus unserer 13 in Frankreich mit Hausboten. Toll, als wir los wollten, ist zuerst eine Mammi mit ihrem Auto und dann unser Buß ueber die kleine Mauer am Schuleingang gefahren! Als wir nach ein par stunden in Me Mea Maux Mo ankahmen, waren die Boote auch schon da. Ich hab dann gans schnell durchgesezt, das isch, der Dieter und der Otto auf dem Mädchenboot schlafen. Das war toll! Dann haben wir unsere erste Facht gemacht - tüpisch, ich bekahm mal wieder den langsamsten Kahn. Davür merkten wir balt, das wir den eintzigen voll funxionsfähigen Herd hatten. (GUUUUUUT!!!) Also ginks am nechsten Morgen zurück. Irgendwie lif der Motor schnella. Muste sich wohl noch einfaren... Und dann gings weiter nach Paris. Ich mach daß ja nicht zum Ersten mal, also hap ich die anderen auchmal faren lassen. Ich verste das nicht: Wiso sind die andern nie gegen die Schläusenwände gefahren? Sie sagten, mier fehlt der Überblick! Zum Glück war ich da nicht alllein. Ottos Boot fuhr immer Schlangenlienien und der Dieter hatt die Mädels auf Grund gesetztzt! Ich hab dann schnell meine Läute zur Hilfe geschikt. War daß anstrengend! Dann wollte ich schwimen gehen, aber da felte eine Spr spoß Stufe in der Leiter und ich bin ins Wasser gefallen. Und dann war maine Brille wek.
Ich hab dann doch wieder den Thorsten fahren lassen und ich konnte ein Biachen trinken (wenn das Mama wüßte).
Wir lekten öfters in bei irgendwo an, um einzukaufen. Das war auch nötig, schließlich hatte ich wir einen Riesendurst. Joachim hat dann immer gut gekocht, einmal konnten wir sogar das Mädchenboot einladen, weil irgendwer im Suff fünf Killo Kartoffeln geschählt hatte. (Boah, so viele Mädchen auf MEINEM Boot!) Manchmal verteilte Joachim aber auch grühnliches Hakfleisch auf dem Herd.
Ach ja, der Telly war mal von ein Schleusenmauer auf sein Boot gesprungen und hat dabei einen Gettohb geh CD-Pläa versenkt, der leider auch ersezt werden mußte, obwohl es so schöhn leise war.
Herr Clausdeinken und Herr Krämer
Herr Clausdeinken und Herr Krämer
Nachdem die anderern sich wieder darüber lustig gemacht hatten, daß die Tüte Bagets, die ich immer holen mußte grösßer war als ich, kammen wir endlich in Paris an. Da waren wir dann ein Paar Tage, bis es wieder so zuruck ging, wie wir gekomen waren. Die abende wurden immer alko besof hochprozentiger und mein Boot immer schneller. (Das war bestimmt wieder dieser Solinger!) Einmal waren wir sogar schneller, als der Otto, aber dann fink das an so komisch zu rauchen und die rote Lampe fing anzu blinken...
Am letztzen Abend hat dann der Otto seinen Jungs ein Fässchen geklaut und wir haben uns vollllaufen lassen. Ich wurde gans lustig, der Dieter schwankte und der Otto ging baden. Toll!!!

Das wars dann mal für heute. Ich glaub, ich kom bei den anderen endlich an! Bis demnäxt!

Euer Horst K. aus L."
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