| §1 | Der Verfasser ist kein Kommunist, sondern Berner. |
| §2 | Der Verfasser ist von Natur aus gegen Weltreiche. |
| §3 | Romulus, Zeno der Isaurier, und Odoaker sind historische Persönlichkeiten. |
| §4 | Ebenso die Schwiegermutter Verina. |
| §5 | Dagegen war Romulus 15, als er Kaiser wurde und 16, als er Kaiser war. |
| §6 | Der Feldherr Orestes war eigentlich sein Vater. |
| §7 | Zwar haben römische Soldaten schon vorher in Germanien Hosen getragen... |
| §8 | Schon Nero soll ein Monokel gehabt haben. |
| §9 | Romulus und Julia. |
| §10 | Spargelwein wurde aus Spargelwurzeln gewonnen. |
| Geschrieben 1949 für das Programmheft der Uraufführung am Stadttheater Basel. | |
Der Romulus Friedrich Dürrenmatts entspricht nicht den historischen Tatsachen (siehe "zehn Paragraphen"). Er tritt zunächst als unpolitischer Mensch auf, den nicht die Hiobsbotschaften seiner Militärs, sondern nur sein Frühstück und seine Hühnerzucht interessieren: die Germanen stehen vor Rom und man begreift, dass der ganze Hofstaat in dieser Situation an der Untätigkeit des Kaisers verzweifelt. Mit viel Geld könnten neue Armeen aufgestellt werden, doch Romulus lehnt es ab, seine Tochter Rea dem reiche Hosenfabrikanten zu "verkaufen".
Nur Aemilian, mit Rea verlobt und in germanischer Gefangenschaft geschunden, wird zum ernsthaften Gesprächspartner. Ihm zeigt Romulus sein wahres Gesicht: er will das römische Imperium zu Fall bringen, da es mit seiner Macht nur noch Gewalt ausübt und Romulus will sich für diesen Zweck selbst opfern. So erwartet er gelassen die Ankunft der Germanen, d.h. seinen Tod. Doch er hat sich getäuscht und alles kommt anders, als er es sich vorgestellt hat.
In der Komödie gibt es einmal in der Weltgeschichte weder Sieger noch Besiegte.
Friedrich Dürrenmatt hat diese Komödie im Winter 1948/49 geschrieben. Wir spielen sie in der überarbeiteten Fassung von 1980 und verzichten bewusst auf politische Hinweise und Deutungen, sofern sie nicht im Text vorgegeben sind.
Möge das verehrte Publikum seine eigenen Schlüsse aus der Komödie ziehen.
| Rolle | Funktion | Name |
|---|---|---|
| Romuls Augustus | Kaiser von West-Rom | Tim Servos |
| Julia | seine Frau | Svenia Schmitz |
| Rea | deren Tochter | Yvonne Rößler |
| Zeno, der Isaurier | Kaiser von Ost-Rom | Simon Daniel Flottmann |
| Aemilian | römische Patrizier | Noemie Welter |
| Mares | Kriegsminister | Michael Hamacher |
| Tullius Rotundus | Innenminister | Alexandra Schröder |
| Spurius Titus Mamma | Reiterpräfekt | Julian Schmitz |
| Achilles | Kammerdiener | Leoni Hoffmann |
| Pyramus | Kammerdiener | Britta Skorpil |
| Apolyon | Kunsthändler | Denise Interno |
| Caesar Rupf | Industrieller | Sebastian Weber |
| Phylax | Schauspieler | Denise Interno |
| Odoaker | Fürst der Germanen | Simon Daniel Flottmann |
| Theoderich | sein Neffe | Lars Backes |
| Phosphoridos | Kämmerer | Britta Skorpil |
| Sulphurides | Kämmerer | Leoni Hoffmann |
| Koch | Sebastian Weber | |
| Germanen | Schüler der Klassen 10 | |
| Souffleuse | Hannah Beuteführ | |
| Technik/Licht | Thorsten Binias Joachim Morbach Arne Klug |
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| Bühnenbild | Theatergruppe, Schüler der Klasse 8 unter der Leitung von Heiderose Birkenstock u.a. |
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| Regie |
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Theater AG
Die Truppe der Theater AG bei ihrem letzten Stück! |
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Romulus Augustus
Die Hauptrolle: Kaiser Romulus der Große alias Tim Servos |
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Wappen
Sein Wappen: Die Henne Odoaker |
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Odoaker
Odoaker, Fürst der Germanen alias Simon Daniel Flottmann |
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Julia & Spurius
Die Kaiserin Julia alias Svenia Schmitz und der Reiterpräfekt Spurius Titus Mamma alias Julian Schmitz |
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Mares
Der Kriegsminister Mares alias Michael Hamacher |
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Aemilian
Aemilian alias Noemi Welter, zurückgekehrt aus germanischer Gefangenschaft |
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Tullius Rotundus
Der Innenminister Tullius Rotundus alias Alexandra Schröder |
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Der Koch
Der Koch alias Sebastian Weber |
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Feier
Die Feier nach drei gelungenen Aufführungen |
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Pressestimme
Kölner Stadt Anzeiger - Nr. 48 - Freitag, 26. Februar 1999 |
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Pressestimme
Lokale Informationen Leichlingen, 28 Jahrgang, Ausgabe 10 / 10. März 1999; Seite 1 |
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Pressestimme
Wochenpost, März 1999; Seite 3 |
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