Einleitung
Vorwort zur ABI-Zeitung
ABITRAZ 2000 - Flucht nach vorne?!
Frei! Nach neun Jahren Gefangenschaft unter härtesten Bedingungen ist es
uns,
einer wild entschlossenen Gruppe jungintellektueller Gefangener nun gelungen, Schwachstellen im System der wohl härtesten Anstalt im Umkreis zu entdecken und dieses Gefängnis zu verlassen. Gleiches ist, wie man so hört auch einigen Gefangenen einer benachbarten Opladener Anstalt gelungen, wobei deren Fluchtbedingungen wesentlich ungefährlicher, anspruchsloser und geradezu vorgegeben waren.
Doch ist es wirklich ein Ausbruch aus einem Gefängnis gewesen?
Obwohl die Rahmenbedingungen nicht immer den Anforderungen angemessen waren, und auch das äußere Erscheinungsbild der Anstalt nicht immer zu überschwänglicher Begeisterung oder gar Glanzleistungen motivierte, haben wir doch eine Menge Spaß gehabt und auch die Aufseher im gehobenen Alter (schönen Gruß an Frau Behler!) durch gezielte Beschäftigungsmaßnahmen und Spaßtherapien am weiteren Altern gehindert. Jedoch sollte nicht verschwiegen werden, dass auch unsere Aufseher ihren gehörigen Anteil zum Spaßfaktor im Unterricht beitrugen. Auch während der Freigänge, in Häftlingskreisen auch Pausen genannt, bewiesen die Aufseher Härte und Disziplinbewusstsein und verbannten nikotinsüchtige Häftlinge immer wieder hinter eine ominöse weiße Linie (Ausnahmen bestätigten die Regeln,
Herr Krämer...).
Doch schützten sie uns auch des öfteren vor feindlichen Übergriffen, Beutezügen oder Fluchtbewegungen von Häftlingen angrenzender Anstalten (Danke,
Oberaufseher H. Fey,
sie haben dieser Anstalt einen treuen Dienst erwiesen!).
Dank gilt auch dem mit uns geflohenen Aufseher
Hans-Jörg Rösner,
der es immer wieder verstand, den neu eingetroffenen Häftlingen Disziplin und Respekt vor erfahreneren Häftlingen zu vermitteln.
Doch zurück zu uns Geflohenen:
Durch gezieltes Hinarbeiten auf den Ausbruch, einem mit der Zeit gewachsenen Zusammengehörigkeitsgefühl und der gemeinsamen Freude auf das "freie" Leben danach, wurden wir zu einer eingeschworenen Gemeinschaft. Durch gezielte Ablenkungsmanöver, wie z.B. Karneval '99, dem
Triathlon,
Abschlussfahrten,
zwei
Stufenfeten
und die erstmalige Teilnahme eines Wagens des Leichlinger Gymnasiums am
Leichlinger Karnevalszug 2000,
schafften wir es, die Aufmerksamkeit auf uns zu ziehen und von unserem eigentlichen Plan abzulenken. Die Frage bleibt dahingestellt, ob nicht auch der ein oder andere Schüler durch diese Aktionen von seinem eigentlichen Ziel abgelenkt wurde, manch einer so, dass er
auf der Strecke blieb.
An alle zurückgelassenen Mithäftlinge:
Dieses kleinen, aber feinen Seiten sollen uns und Euch nach dem gelungenen Ausbruch an unsere hervorragende Zeit hier erinnern, wenn für uns alle ein neues Leben außerhalb der geschlossenen Anstalt beginnt.
Der Tunnel zum Ausbruch steht jedem offen, also führt unsere glorreiche Tradition fort.
Euer
Abiturjahrgang 2000!
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01.02.2005
Am 16.09.2005 - dem Freitag vor dem
Leichlinger Stadtfest
- findet in der Aula des
Städt. Gymnasiums Leichlingen
wieder das Ehemaligentreffen statt.
Beginn der Veranstaltung ist wahrscheinlich 19:30 Uhr.
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31.07.2003
Am 19.09.2003 findet in der Aula des Städt. Gymnasiums Leichlingen das Ehemaligentreffen 2003 statt.
Beginn der Veranstaltung ist, von Fr. Wallbaum bestätigt, um 19:30 Uhr.
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15.04.2003
Ich habe mich entschlossen, die Webseite
zu unterstützen!
Ein Blick auf unsere Zukunft lohnt sich auf jeden Fall!
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20.02.2003
Ich habe die Informationen aus Adressen und Zukunft zusammengelegt und auf die Seite
Stufe
verschoben.
Neu dabei sind auch die Bilder und Sprüche zu den einzelnen Personen aus der ABI Zeitung.
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15.01.2003
Ab sofort ist es möglich, nach Text und/oder Stichwörtern auf www.ABItraz.com zu
suchen.
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29.12.2002
Das ABI-Jahrbuch kann jetzt in digitaler Form (pdf)
runtergeladen
werden!
P.S.
Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins Neue Jahr!
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21.12.2002
Die Seite
Stadtfest
hat ein Bild bekommen.
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Vorwort der Stufenleiter zum ABI-Jahrbuch
Abitur 2000!
Ein denkwürdiges Datum, markiert es doch in besonderer Weise gleichzeitig Ende und Anfang eines Zeitabschnittes.
Einer der wichtigsten Abschnitte eures Lebens ist zu Ende! Ihr habt es geschafft, und habt nun allen Grund, euch über das Erreichte zu freuen. Wir gratulieren euch von ganzem Herzen!
Für jeden von euch ist das Abitur ein sehr bedeutendes Ereignis, etwas Einmaliges, das ihr in Erinnerung behalten werdet.
Abitur 2000 - was bedeutet es für euch?
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das Ende der hassgeliebten Schulzeit!?
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Abschied von Freunden, Mitschülern, liebgewordenen Gewohnheiten.
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Abschluss einer sorglosen Zeit, in der euch die Lehrer leider allzu oft Verantwortung abgenommen haben.
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keine stressigen Klausuren mehr, kein Abgefragt-werden, keine langweiligen Unterrichtsstunden mehr, in denen ihr euch auf Knopfdruck mit Inhalten und Problemen auseinandersetzen musstet, die vielleicht nur für den Lehrer von fundamentaler Bedeutung waren oder nur deshalb besprochen wurden, weil es die Richtlinien so verlangten.
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Erinnerungen an den ersten Blauen Brief oder den ersten Tadel, an gute oder ungerechte Noten, an
originelle Klassenbucheinträge,
an Klassen- und Stufenfahrten, Wandertage und Feten, an nette, verständnisvolle, (zu) nachgiebige, kompetente, ironische, strenge oder ungerechte Lehrer, an die Pausen, die immer zu kurz waren.
Abitur 2000 - Es bedeutet vielleicht auch
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Leere, Orientierungslosigkeit, Fehlen von Vertrautem.
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bei dem einen oder anderen Angst vor neuen Anforderungen oder vor Versagen.
Abitur 2000 - Es bedeutet aber auch
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Chance des
Neuanfangs
und Aufbruch in einen neuen Zeitabschnitt.
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die Notwendigkeit, sich zu entscheiden, zunehmend mehr Verantwortung für sich und andere zu tragen.
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den Start in Ausbildung, Studium, Karriere.
Abitur 2000 - was bedeutet es für uns als Jahrgangsstufenleiter?
Natürlich wart ihr, wie jeder Jahrgang vor euch, einzigartig!
Ihr wart relativ pflegeleicht, es gab keine Probleme, die wir nicht irgendwie gemeinsam - fast immer in sachlicher Atmosphäre - gelöst hätten.
Ihr hattet weniger Fehlstunden als andere Jahrgangsstufen, wart immer da, wenn auch manchmal (oder öfter) nicht oder unzureichend vorbereitet.
Fleiß, Ausdauer, Interesse, Zielstrebigkeit waren für etliche von euch nicht unbedingt erstrebenswerte Tugenden. Wie oft erinnern wir uns an Situationen, in denen wir in weit geöffnete mitleidsvolle und verständnislose Augen blickten, wenn wir dachten, unsere Ausführungen müssten nun doch wirklich den Letzten von euch zu Begeisterungsstürmen hinreißen. Oft waren wir diejenigen, die am meisten vor einer Unterrichtsstunde gearbeitet hatten.
Feiern konntet ihr dagegen sehr gut! Bei der Organisation von
Feten,
aber auch der
Kanufahrt an die Lahn
oder des Wandertags nach Müngsten zeigten viele von euch ihre Talente. Es wurde wirklich an alles gedacht! Nie werden wir die
Berge von Getränkekisten
und ein eigens dafür organisiertes Großraumzelt auf dem Campingplatz in Gräveneck vergessen!
Gern erinnern wir uns auch an unsere
gemeinsame Segeltour
im Wattenmeer vor den Westfriesischen Inseln, die in jeder Beziehung gelungen war.
Einzelne von euch waren sehr umsichtig, vernünftig, in vielem konservativer als wir uns selbst begreifen, andere meinten immer, wir müssten die Dinge viel lockerer sehen. Manche wollten uns glauben machen, dass wir viel härter hätten durchgreifen sollen, wohl vor allem die, die häufig wenig Selbstdisziplin aufbrachten. Einige waren äußerst zuverlässig, fleißig und hilfsbereit, andere musste man bei jedem Abgabetermin (Wahlzettel, Geld etc.) dreimal erinnern - dann ärgerten wir uns immer wieder über unsere Nachsichtigkeit und Inkonsequenz.
In wenigen Fällen, meistens wenn etwas kontrovers zu diskutieren war, hätten wir uns bei einigen von euch etwas mehr Rücksicht und Toleranz gewünscht, wohl wissend, dass Intoleranz und Kompromisslosigkeit, zuweilen auch Starrköpfigkeit, ein Privileg der Jugend sind. Das Leben wird die eine oder andere extrem spitze Kante doch wohl etwas abschleifen!?
Bemüht euch, die Welt differenziert zu sehen, macht euch Gedanken, freut euch aber auch an den scheinbar kleinen Dingen des Lebens. Nutzt eure Fähigkeiten!
Wir wünschen euch für eueren weiteren Lebensweg die nötige Geduld und Gelassenheit und vor allem viel Glück!
Lasst uns auf zukünftigen Ehemaligentreffen wissen, wie es euch ergangen ist!
Bis dann!
Eure
Angelika Haase-Krautz
Rolf Hunds
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